Aktuelle Corona-News



 

Regelungen für den Lockdown in Baden-Württemberg
vom 11. bis 31. Januar 2021


04.02.2021

 

Sehr geehrte Präsidentinnen und Präsidenten,

liebe Zunftmeisterinnen und Zunftmeister,

 

in den vergangenen Tagen wurden wir von etlichen Zünften angesprochen, daß in Bezug auf das Verhalten an Fastnacht eine gewisse Unsicherheit vorhanden wäre. Aus diesem Grund möchten wir uns nochmals an Euch wenden mit der folgenden Erklärung:

 

Grundsätzlich gilt nach wie vor unser Schreiben vom 18. Januar 2021, in dem wir Euch mitgeteilt haben, daß die Grundlage all unserer geplanten Aktivitäten die geltenden Corona-Richtlinien des Landes Baden-Württemberg sind. Alles was dort nicht gestattet ist, darf auch nicht stattfinden. Darüber hinaus ist zu beachten, daß eventuell geplante, coronakonforme Aktivitäten zuvor mit den zuständigen Bürgermeistern, Gemeindeverwaltungen bzw. Ordnungsämtern abgesprochen werden. Hier geht es auch um haftungsrechtliche Gründe.

 

Hinsichtlich der geltenden Corona-Richtlinien möchten wir Euch darauf aufmerksam machen, daß zur Zeit sowohl nachts von 20.00 Uhr bis 5.00 Uhr morgens als auch tagsüber von 5.00 Uhr bis 20.00 Uhr Ausgangsbeschränkungen bestehen, die einen Aufenthalt im öffentlichen Raum nur aus triftigen Gründen zulassen. Diese triftigen Gründe sind sehr einfach und übersichtlich aufgelistet unter https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/dateien/PDF/Coronainfos/210108_Auf_einen_Blick_Lockdown_Januar_DE.PDF . Selbstverständlich ist es beim Verlassen des Hauses aus einem dieser triftigen Gründen auch erlaubt, ein Narrenhäs zu tragen. Bitte achtet jedoch darauf, daß dabei nicht mehr als eine Person aus einem anderen Haushalt zugegen ist.

Das Tragen eines Narrenhäses beim Verlassen des Hauses aus einem dieser triftigen Gründe wird auch von den beiden Sprechern des Sozialministeriums, zuständig für die Aufstellung der Corona-Richtlinien und des Innenministeriums als höchster Polizeichef im Land in dem anhängenden Südkurier-Bericht vom 02. Februar 2021 bestätigt. Wir empfehlen Euch, diesen Bericht aufmerksam durchzulesen.

 

Darüber hinaus bitten wir Euch nochmals um einen verantwortungsvollen Umgang mit der gegenwärtigen Situation. Insbesondere Ansammlungen von Menschen, die zu einem erhöhten Infektionsrisiko beitragen können, sind zu vermeiden.

 

Mit der Anmerkung, daß ich mich über die vielen kreativen Ideen von Euch, speziell auch über die digitalen Formate sehr freue und in der Hoffnung, daß wir trotz allem auch in diesem Jahr noch ein wenig fastnächtliches Flair verbreiten können, verbleibe ich,

 

Mit närrischen Grüssen,

Euer

Rainer Hespeler, Präsident


18.01.2021

 

Sehr geehrte Präsidentinnen und Präsidenten,

liebe Zunftmeisterinnen und Zunftmeister,

 

die Fastnacht 2021 liegt nun vor uns und sie wird anders sein als sonst. Sämtliche Narrentreffen und Saalveranstaltungen als Präsenzveranstaltungen sind im gesamten Südwesten abgesagt. Und das ist auch gut so. Die Gesundheit unserer Akteure, Teilnehmer und Gäste muss Vorrang haben. Besonders wichtig ist hierbei, dass wir alle uns an die geltenden Corona-Regeln halten. Private Feiern in Hinterzimmern oder Kellerbars darf es nicht geben.

 

Um genau dieser Entwicklung vorzubeugen, bleiben wir bei unseren bisherigen Aussagen und empfehlen Euch, unseren Zünften, die diesjährige Fastnacht nicht gänzlich ausfallen zu lassen sondern bestimmte Aktivitäten und Bräuche unter Einhaltung der geltenden Corona-Richtlinien und in enger Abstimmung mit den Gemeindeverwaltungen durchzuführen. Gerade auch im Hinblick auf unsere kleinsten Narren oder auch ältesten Narren. Für einige von ihnen könnte es die letzte Fastnacht sein. Grundsätzlich sollten bei der Planung folgende Regeln eingehalten werden:

 

1. Grundlage all unserer geplanten Aktivitäten müssen die geltenden Corona-Richtlinien des Landes Baden-Württemberg sein.

Alles, was dort nicht gestattet ist, darf es nicht geben. Alles was aufgrund dieser Richtlinien möglich wäre, kann zunächst als Idee herangezogen werden. Die aktuell geltenden Corona-Richtlinien des Landes findet Ihr auch in sehr übersichtlicher Darstellung auf unserer Homepage www.narrenvereinigung-hegau-bodensee.de

2. Die gemäß geltenden Corona-Richtlinien möglichen Aktivitäten sollten vor der Umsetzung unbedingt mit dem Bürgermeister, der Gemeindeverwaltung bzw. dem Ordnungsamt besprochen werden. Dies ist auch aus haftungsrechtlichen Gründen dringend zu empfehlen, damit Ihr als Narrenzunft im Falle eines Vorfalls eine entsprechende Rückendeckung habt und nicht im Regen steht.

3. Bei der Durchführung von bestimmten Aktivitäten oder Bräuchen appellieren wir an die Vernunft und Disziplin der einzelnen Teilnehmer. Ausartungen oder Ausschreitungen darf es nicht geben. Dazu gehört auch, dass Aktivitäten eine klare zeitliche Begrenzung haben.

 

Auch wir haben uns Gedanken gemacht, inwieweit wir Euch noch weiter unterstützen können. Im Gespräch war beispielsweise auch ein Hygienekonzept. Dies haben wir jedoch wieder verworfen, weil Hygienekonzepte von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängen wie z.B. Art der Veranstaltung, Lokalität, Anzahl der Teilnehmer etc.. Solltet Ihr diesbezüglich jedoch Unterstützung benötigen, könnt Ihr Euch gerne an Euren Landvogt, an eines unserer Präsidiumsmitglieder oder auch an Eure Gemeindeverwaltung wenden. Auch auf klare Vorgaben: „Was ist möglich und was nicht?“ müssen wir verzichten. Einerseits, weil die sich ständig ändernden Corona-Richtlinien, die heute gelten, schon morgen keine Gültigkeit mehr besitzen können. Und andererseits, weil wir durch die klare Definition von möglichen und nicht möglichen Aktivitäten nie alle Ideen abdecken können und somit die Gefahr von „Schlupflöchern“ entsteht. Deshalb halten wir es für angebracht, auf die oben genannten Regeln zu verweisen. 

 

Wir stellen jedoch fest, dass viele unserer Zünfte eine enorme Kreativität entwickeln und sich neben einzelner Aktivitäten gerade im Bereich virtuelle Darstellung der Fastnacht vieles tut. Das freut uns sehr und für diese Kreativität und dieses Engagement möchten wir uns bei Euch allen sehr herzlich bedanken. Diese ganzen Ideen werden von uns gesammelt. Solltet Ihr Interesse an solchen Ideen haben, könnt Ihr Euch jederzeit gerne an Euren Landvogt oder auch an ein anderes Präsidiumsmitglied wenden.  

 

Ich wünsche uns allen nun eine sehr kreative und trotz allem schöne Fastnacht.  

 

Mit närrischen Grüssen,

Euer

Rainer Hespeler, Präsident


18.09.2020

 

Liebe Narrenfreundinnen und Narrenfreunde,


ich hoffe, dass Ihr alle gut und gesund durch die Urlaubszeit gekommen seid und dass Ihr erholsame Sommerferien genießen konntet.

 

Viele von Euch werden sich fragen, wie es um die Fastnacht 2021 und speziell um die vor der eigentlichen Fastnacht geplanten Narrentreffen steht. Bereits im Juli hatten wir vereinbart, mit dieser Entscheidung bis nach den Sommerferien zu warten. Nun liegt die Entscheidung auf dem Tisch und wir müssen Euch leider mitteilen, dass alle Narrentreffen innerhalb der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee für 2021 in Abstimmung mit den gastgebenden Zünften abgesagt sind. Davon betroffen sind unsere beiden Narrentage in Owingen und Hoppetenzell, der Höri-Umzug in Wangen sowie das Seenarrentreffen in Liggeringen.

 

Wir haben diese Entscheidung deshalb auf September vertagt, weil wir noch abwarten wollten, wie sich die Urlaubszeit auf die Entwicklung der Infektionszahlen auswirkt. Dieses Ergebnis liegt nun vor und es ist leider Gottes so, dass wir es aufgrund der gestiegenen Infektionszahlen nicht verantworten können, aus heutiger Sicht ein Narrentreffen stattfinden zu lassen. Das Risiko für Veranstalter, Akteure und Gäste ist einfach zu groß. Gesundheit geht vor. Mit dieser Entscheidung wollen wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden. Außerdem wurde auch von politischer Seite das Untersagen von Großveranstaltungen bekanntlich bis Ende des Jahres verlängert.

 

Die gastgebenden Zünfte von solchen Narrentreffen benötigen einen entsprechenden Planungshorizont und Planungssicherheit für die Durchführung solcher Großveranstaltungen. Mit dieser Entscheidung wollen wir auch in ihrem Sinne Klarheit schaffen.

 

Zwischenzeitlich haben bereits die meisten Gastgeber von Narrentreffen und Narrensprüngen in Südwestdeutschland ihre Veranstaltungen abgesagt. Die Präsidenten der 14 Verbände innerhalb der Arbeitsgemeinschaft südwestdeutscher Narrenvereinigungen und -verbände, die etwa 700 Narrenzünfte im Südwesten vertreten, werden sich am 30. September zu weiteren Gesprächen treffen. Wir können uns vorstellen, dass man sich bei diesem Treffen auch auf eine Absage der restlichen Narrentreffen einigt, sodass im gesamten Südwesten keinerlei Treffen stattfinden werden.

 

Dies bedeutet jedoch nicht die Absage anderer fastnächtlicher Aktivitäten. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass die Fastnacht 2021 zumindest in kleinerer Form stattfinden wird. Welche Formate hier denkbar und möglich sind, müssen die zukünftige Entwicklung der Pandemie, deren Möglichkeiten zur Bekämpfung sowie die politischen Richtlinien zeigen. Wir werden hierzu in der Diskussion mit unseren Zünften bleiben.

 

Lasst uns deshalb trotz allem optimistisch auf die Fastnacht 2021 blicken und mit viel Kreativität auch 2021 unvergessliche Momente schaffen, die zum gesellschaftlichen Zusammenhalt einen wichtigen Beitrag leisten.

 

Hierzu wünsche ich Euch gute Ideen, viel Spaß und dass Ihr gesund bleibt,

 

Euer
Rainer Hespeler, Präsident


11.07.2020


Liebe Narrenfreundinnen und Narrenfreunde,

in den letzten Wochen wurde ich von vielen von Euch gefragt, ob aus Sicht der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee die Fastnacht 2021 stattfinden wird und wenn ja, in welchem Umfang. Speziell geht es dabei natürlich auch um die vor der Fastnacht geplanten Narrentage und Freundschaftstreffen.

Grundsätzlich können wir sagen, dass vor fünf Monaten das Wort Corona bei uns noch kaum jemand kannte. Von der mexikanischen Biersorte einmal abgesehen. Wir haben in dieser kurzen Zeit so ziemlich alles erlebt, von anfänglichen Verboten über strikte Restriktionen bis hin zu weitgehenden Lockerungen, wie wir sie zur Zeit erleben. Bis zur Fastnacht sind es noch sechs Monate. Das ist länger als die Zeit, in der wir uns bereits mit Corona beschäftigen. Wenn der Verlauf so weiter gehen würde, könnte man annehmen, dass die Fastnacht nicht in Gefahr wäre. Corona ist jedoch noch lange nicht überstanden. Wir sehen in einzelnen Ländern, wie sich zur Zeit eine zweite Welle breit macht. Auch wir bleiben, zumindest durch Hotspots, nicht gänzlich verschont. Die Durchführung von Großveranstaltungen wie z.B. Fußball-Bundesligaspiele mit Zuschauern, Weihnachtsmärkte oder auch unsere Fastnacht wird wesentlich davon abhängen, wie schnell es gelingt, ein wirksames Medikament oder einen wirksamen Impfstoff auf den Markt zu bringen. Dies alles macht eine Prognose zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich. Natürlich würden wir gerne Fastnacht feiern, keine Frage. Aber wir haben auch eine gesellschaftliche Verantwortung für die Gesundheit unserer Akteure und Gäste. Dies hat Vorrang.

Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass wir in der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee keine Alleingänge machen werden sondern dass wir uns bezüglich des weiteren Vorgehens mit der Arbeitsgemeinschaft südwestdeutscher Narrenvereinigungen und -verbände, in der wir Mitglied sind, abstimmen. Dies ist notwendig, um landesweit eine einheitliche Regelung zu haben. Immerhin vertritt diese Arbeitsgemeinschaft die Interessen von etwa 700 Narrenzünften im Südwesten. In dieser Arbeitsgemeinschaft und darüber hinaus mit dem Bund Deutscher Karneval haben wir uns darauf verständigt, dass wir bis Ende August bzw. Anfang September die Situation neu bewerten wollen. Dies beinhaltet je nach Situation auch die Frage, in welcher kleineren Form fastnächtliche Aktivitäten möglich sind. Bis dahin werden auch unsere gastgebenden Zünfte von Narrentagen und Freundschaftstreffen mit ihrer Organisation fortfahren. Bei der Entscheidungsfindung muss uns jedoch klar sein, dass die finale Entscheidung, ob die Fastnacht stattfinden kann, von der Politik und nicht von uns Verbänden getroffen wird. Wir können lediglich mit kreativen Ideen und Konzepten einen gewissen Einfluss auf die Entscheidung ausüben.

Lasst uns deshalb nach wie vor mit einem gewissen Optimismus in die Zukunft blicken und hoffen, dass unser wertvolles Kulturgut Fastnacht – in welcher Form auch immer – stattfindet, denn es trägt durch unser ehrenamtliches Engagement im kulturellen und sozialen Bereich wesentlich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei.

Ich wünsche Euch eine erholsame Urlaubszeit und bleibt gesund, 

 

Euer
Rainer Hespeler, Präsident